Donnerstag, 26 Januar 2012

Aufruf des Bundesministeriums der Justiz und des Bundestagsabgeordneten Gustav Herzog zur Teilnahme an dem Schülerwettbewerb gegen Rechtsextremismus:


Die rechtsterroristische Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" hat ganz Deutschland erschüttert und viele Fragen aufgeworfen. Neben der konsequenten Strafverfolgung stehen im Moment zu Recht die politischen Konsequenzen auf der Agenda. Dabei darf aber die Ursachenforschung nicht aus dem Blick geraten: Viel stärker als bisher müssen die hinter dem Rechtsextremismus stehenden Einstellungen und Haltungen in unserer Gesellschaft thematisiert werden, weil sie unsere demokratischen Grundlagen des Zusammenlebens in Frage stellen.

Das Grundgesetz schützt die Vielfalt und gilt für alle! Es darf auf keinen Fall zugelassen werden, dass zentrale Grundrechte wie die Meinungs-, Glaubens- oder Religionsfreiheit Teilen unserer Bevölkerung in irgendeiner Weise abgesprochen werden. Die Demokratie ist keine graue Theorie, sie ist die lebendige Grundlage unserer Gesellschaft. Jeder Einzelne ist daher berufen, die Werte und Ideale der Demokratie und damit des Grundgesetzes zu verteidigen und zu erhalten.

Das Bundesjustizministerium hat einen Schülerwettbewerb ins Leben gerufen, der Ideen gegen Rechtsextremismus fördern und auszeichnen will. Nichts fürchten Nazis mehr als das freie Wort, als die kritische Diskussion und das selbstständige Denken. Schülerinnen und Schüler sollen darin bestärkt werden, sich ein eigenes Urteil zu bilden, über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, über Freiheit und Toleranz.

Was können Schülerinnen und Schüler in ihrem Freundeskreis, an der Schule oder in ihrer Stadt gegen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Diskriminierung unternehmen? Welche Möglichkeiten gibt es im Internet, sich gegen Rechtsextremismus stark zu machen? Mit welchen Aktionen kann man im Alltag deutlich machen: Toleranz zeigt sich im Handeln?

Mitmachen können alle Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren - entweder einzeln oder als Gruppe/Schulklasse. Ausgezeichnet werden die besten Ideen, Konzepte und Aktionen gegen Rechtsextremismus. Bewertet werden die Idee und die Umsetzung. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Als Wettbewerbsbeitrag kann ein Video oder eine Webseite gestaltet, eine Fotoreportage oder eine künstlerisch-kreative Arbeit erstellt oder ein interessanter Text oder ein Aufsatz geschrieben werden. Die Schülerinnen und Schüler können attraktive Preise gewinnen, z.B. Gruppen- oder Klassenreisen nach Brüssel, München oder Berlin. Einsendeschluss ist der 30. April 2012.

Weitere Infos unter:
www.gerechte-sache.de/wettbewerb
www.facebook.com/gerechtesache

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