Gustav Herzog unterwegs
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17. März 2017

Als “Dorfkind” in die Hauptstadt

Von Luisa Stauder:

MEGA LuisaIn der Zeit vom 27. Februar bis zum 17. März absolvierte ich ein recht kurzes, aber dennoch sehr Input orientiertes Praktikum im Büro des Bundestagsabgeordneten Gustav Herzog. Nach dem Beginn meines Studiums der Politikwissenschaft in Landau, setzte ich mich mit der Büroleiterin Ariane Meinzer in Verbindung, und bekam schließlich eine Zusage für das Praktikum in diesem Frühjahr.

Die Wochen im Bundestag sind aufgeteilt in Sitzungswochen, in denen alle Abgeordneten in Berlin sind und in sitzungsfreie Wochen, in denen die Abgeordneten der Arbeit im Wahlkreis nachgehen. Meine erste Woche hier in Berlin war eine sitzungsfreie Woche und dementsprechend auch etwas ruhiger gestaltet als die folgende Woche. Ich machte Recherchearbeiten zu allen möglichen Themen, schrieb Antwortschreiben und versuchte so viel von der Arbeit hier im Bundestag aufzunehmen, wie es ging.

Von der SPD Bundestagsfraktion wird ein PraktikantInnen-Programm angeboten, um einen noch tieferen Einblick in die Arbeit, aktuelle Debatten und politische Prozesse zu erhalten. Hier hatten wir beispielsweise ein Gespräch mit dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages oder eine anregende Diskussionsrunde mit dem Abgeordneten Dietmar Nietan über die aktuelle Politik des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Man hat aber auch die Möglichkeit an kulturellen Veranstaltungen teilzunehmen, wie zum Beispiel der Besuch einer Ausstellung oder einer Führung durch das Willy-Brandt-Haus oder dem Bundesrat.

Zudem wurde mir die Möglichkeit geboten, die beiden Polit-Talk Sendungen „hart aber fair“ und „Maybrit Illner“ zu besuchen, was eine sehr interessante Erfahrung war.

In der Sitzungswoche lernte ich nun auch den Abgeordneten selbst und dessen Arbeitsalltag kennen. Ich begleitete Gustav Herzog zu einem Gespräch mit einer Besuchergruppe aus dem Wahlkreis, zum Ausschuss und der Arbeitsgruppe, sowie zum Plenum. Hier durfte ich der Regierungserklärung der Kanzlerin lauschen und die darauf folgende Debatte miterleben. Einmal live im Plenum dabei sein zu dürfen war für mich eine sehr tolle Erfahrung. Genauso wie das Beisein im Ausschuss, da hier die eigentlichen Ergebnisse, die letztendlich im Plenum vorgetragen werden, erarbeitet und diskutiert werden.

Insgesamt wurde mir ein breites Spektrum von Tätigkeiten geboten und ich konnte hinter die Kulissen der politischen Arbeit in Deutschland werfen. Das was ich in der Universität über das politische System Deutschlands vermittelt bekommen habe, konnte ich hier hautnah erleben und somit mein Wissen erweitern und festigen, was mir für mein Studium sicher zugute kommen wird. Außerdem kann ich auch behaupten, dass ich mich in den riesigen Gebäuden rund um und in dem Reichstag auskenne, was ich ziemlich cool finde! ;-)

Ich bedanke mich recht herzlich bei Gustav, dass er es mir ermöglicht hat, seine Arbeit zu begleiten und den Mitarbeitern im Berliner Büro, die mir alle (ja wirklich alle) Fragen mit Geduld beantwortet haben und mich die letzten drei Wochen betreut haben. Drei Wochen gehen einfach viel zu schnell vorbei!

 PS: Die Stimmung in der SPD allgemein war und ist hervorragend – ich würde sagen, der Schulzzug rollt nach wie vor! *TschuTschu*